Virtuelles Orchester: Der Mond ist aufgegangen (Mai 2020)

Liebe Freunde,

solange wir uns nicht live sehen dürfen, können wir ja ein virtuelles Projekt versuchen?

Wir machen Audio-Schnitt, kein Video-Schnitt:

  • Es geht uns ums Hören, nicht ums Gesehenwerden.
  • Die Datenmengen und die Anforderungen an Aufnahme und Schnitt bleiben beherrschbar.
  • Die Namen der Mitspieler werden nur auf ausdrücklichen Wunsch der Spieler selbst publiziert, Datenschutz ist also kein Problem.

Bei einem anonym bleiben wollenden Bläser-Quartett hört sich das am Corona-Ostern 2020 so an: audio. Probleme der Aufnahme / Verbesserung:

  • Die Aufnahme ist übersteuert: Mikrofon weiter entfernen und abdecken.
  • Intonation lässt zu wünschen übrig: Bass-Stimme als Audio während der Aufnahme aufs Ohr.
  • Synchronisation beim Schnitt suboptimal: akustische Anfangs-Markierung setzen.
  • Schlusston instabil: Konzentration bis ans Ende, Stütze! Und das Instrument wie im Konzert oben lassen, erst mit dem Dirigenten absetzen: Das hört man, auch wenn man es nicht sieht.

Noten

Noten für alle Stimmen in allen relevanten Transpositionen und Tonlagen gibt es hier:

  • Johann Abraham Peter Schulz: Der Mond ist aufgegangen (Originalfassung, nicht EG-kompatibel)
  • Clara Schumann: Abendfeier in Venedig (in Arbeit)

Sucht euch einfach 'raus, welche Stimme euch am besten liegt. Vor Tuba bis Piccolo sollte etwas dabei sein, incl. Tenor- und Bassstimmen in B und Es. Wer will, spielt mehrere Stimmen ein!

Vorsicht Nebenwirkungen! Die Teilnahme an diesem Experiment wird nur psychisch stabilen Personen empfohlen. Wer seinen Sound erstmals selbst abhört, könnte in tiefe Depresssion verfallen: Hier zu unsicher, dort zu lang ausgehalten, und am Ende stürzt der Ton mangels Stütze ins bodenlose ab.

  • Also ggf. mehrfach einspielen, bis man irgendwann zu 90% zufrieden ist?

Keine Angst: Ihr schafft das!

Aufbau

Dirigat:

  • Den Notenständer stellt ihr so in die Nähe von Laptop oder PC-Bildschirm, dass ihr das Dirigat seht. (Oder ihr legt euer iPad etc. ebenfalls auf den Notenständer).
  • Gebt euch den Sound vom Dirigat *per Kopfhörer* aufs Ohr, das unterstützt die Intonation.
  • No Go: Den Sound vom Dirigat bitte keinesfalls in den Raumklang mischen, im Zweifelsfall lieber abdrehen!

Mit eurem Smartphone nehmt ihr euch auf:

  • es liegt möglichst weit entfert
  • ggf. etwas experimentieren: lieber zu leise als zu laut aufnehmen, denn übersteuerte Aufnahmen sind unbrauchbar
  • bitte unter einen Schaal, in eine Tasche etc. legen, damit die Aufnahme nicht übersteuert

Aufnahme

Am Smartphone *Sound*-Aufnahme starten (kein Video!). vor den Notenständer hinsetzen, Atem beruhigen. Innere Ruhe und Konzentration.

Aufnahme

  • Dirigat-Video starten
  • akustische Schnittmarke setzen: Bitte beim ersten Takt des Dirigats ("noch 3 Takte") in gepflegtem Mezzoforte 4x euren Anfangston spielen - das erleichtert die Synchronisation für den Schnitt erheblich, und euch gibt es Sicherheit.
  • Dirigat geht auf den Anfang zu: Atem fließen lassen, Konzentration, und dann ...
  • klar und deutlich einsetzen, in ruhigem Fluss spielen, Dynamik beachten: Musik machen!

Nach dem Schlusstakt: Instrument oben lassen, gemeinsam mit dem Dirigenten absetzen, erst dann Aufsteh-Geräusche erzeugen und Sound-Aufnahme stoppen.

Einsenden

Als Ergebnis habt ihr eine oder mehrer Sound-Dateien (kein Video!),

  • z.B. mp3
  • die jeweils nicht größer als ein paar MB groß sein sollten
  • und die man deshalb gut per email versenden kann

Einsenden an

  • jbusse at jbusse.de
  • Wer mehrere Stimmen aufgenommen hat: Bitte einzeln einsenden, mit den jeweils korrekten Metadaten im Subject.

Wichtig: Um den Audio-Schnitt und Daten-Management zu unterstützen, gebt im Subject der Mail bitte diese Metadaten in dieser Reihenfolge an:

Stück mond
abendfeier
(weitere ggf. später)
die Stimme, die ihr (egal auf welchem Instrument) spielt z.B. 3
euer Instrument z.B. Horn
euer Name z.B. Johannes
also z.B. mond-3-Horn-Johannes

Und nun gutes Tuten und Tröten!